Ratgeber • Bewerbung & Karrierewechsel

Wie bewerbe ich mich richtig?

Eine gute Bewerbung ist kein Schönschreiben, sondern ein präzises Verkaufsdokument für deine berufliche Leistung. Wer sich richtig bewirbt, macht es Personalern leicht, die eigene Eignung in Sekunden zu erkennen. Wer es falsch angeht, landet trotz guter Qualifikation oft direkt im Aus. Hier bekommst du den kompletten Ablauf: von der Auswahl der passenden Stelle über Lebenslauf und Anschreiben bis zum Vorstellungsgespräch, Nachfassen und der Frage, wie du dich professionell positionierst, ohne geschniegelt oder austauschbar zu wirken.

Professionelle Bewerbung – symbolisches Bild
⏱️ Dauer 15 bis 18 Minuten lesen. Danach hast du einen klaren Fahrplan für eine überzeugende Bewerbung.
🎯 Ziel Deine Bewerbung so aufbauen, dass sie professionell, relevant und glaubwürdig wirkt – statt generisch und austauschbar.
✅ Ergebnis Ein praxistauglicher Leitfaden für Stellenanalyse, Lebenslauf, Anschreiben, Unterlagen, Interview und Nachbereitung.
Zum Bewerbungs-Ablauf Typische Fehler Zu den Produkten
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Warum viele Bewerbungen scheitern, obwohl die Qualifikation eigentlich reicht

Die bittere Wahrheit: Viele Bewerbungen scheitern nicht an mangelnder Eignung, sondern an schlechter Übersetzung. Bewerber wissen oft, was sie können, zeigen es aber nicht in der Form, die auf Empfängerseite schnell verständlich ist. Personaler und Fachabteilungen lesen Bewerbungen selten gemütlich von oben bis unten. Sie scannen. Sie filtern. Sie suchen nach Mustern: Passt das Profil grundsätzlich? Ist der Werdegang plausibel? Erkenne ich relevante Erfahrung? Gibt es Risiken, Brüche, Unklarheiten oder unnötige Fragezeichen?

Genau hier verlieren viele starke Kandidaten unnötig: Der Lebenslauf ist überladen, das Anschreiben klingt wie aus einem Generator, Erfolge sind zu weich formuliert, Aufgaben statt Wirkung werden beschrieben, und die Bewerbung spricht mehr über Motivation als über konkreten Mehrwert. Das Problem ist nicht mangelnder Einsatz, sondern falscher Fokus.

Eine gute Bewerbung beantwortet nicht primär die Frage „Wer bin ich?“, sondern die Frage: „Warum sollte dieses Unternehmen ausgerechnet mich zum nächsten Gespräch einladen?“ Dieser Perspektivwechsel ist entscheidend. Du schreibst keine Schulaufsatz-Version deiner Berufslaufbahn, sondern baust ein klares Argument auf, warum du für diese Rolle relevant bist.

6–20 Sek. so kurz ist oft der erste Blick auf deinen Lebenslauf
1 Ziel deine Bewerbung muss das Gespräch holen – nicht schon alles erzählen
0 Floskeln jede austauschbare Standardphrase schwächt dein Profil
Kernsatz Die beste Bewerbung ist nicht die längste oder kreativste, sondern die klarste. Relevanz schlägt Selbstdarstellung.

Die drei Bewerbungs-Typen – und nur einer funktioniert dauerhaft

🔴 Der Gießkannen-Bewerber Schickt dieselbe Standardbewerbung an viele Stellen. Schnell, aber meist schwach. Kaum Bezug auf die Rolle, geringe Einladungsquote.
🟡 Der Perfektionist Feilt endlos an Formulierungen, traut sich aber nicht abzuschicken. Hoher Aufwand, geringe Schlagzahl, oft zu komplizierte Unterlagen.
🟢 Der strategische Bewerber Wählt passende Stellen bewusst aus, schärft die Unterlagen gezielt und kommuniziert Nutzen statt Beliebigkeit. Genau das bringt Gespräche.
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Der erste Fehler passiert oft vor der Bewerbung: die falsche Stelle auswählen

Wer sich richtig bewerben will, muss zuerst die richtige Zielstelle wählen. Viele Bewerber reagieren aus Druck oder Frust und bewerben sich auf alles, was halbwegs zum Profil passt. Das führt zu zwei Problemen: Erstens sinkt die Qualität jeder einzelnen Bewerbung. Zweitens landet man in Prozessen, die von Anfang an nicht wirklich passen.

Bevor du Unterlagen anfasst, lies die Stellenanzeige wie ein Analyst. Was ist wirklich Muss, was ist nur Wunschliste? Welche drei bis fünf Anforderungen tauchen indirekt mehrfach auf? Woran wird diese Rolle wahrscheinlich gemessen? Welche Probleme soll diese Person lösen? Die besten Bewerbungen entstehen nicht durch schönes Schreiben, sondern durch präzises Lesen.

🎯 Kernaufgabe erkennen Was ist der eigentliche Job? Administration, Vertrieb, Führung, Analyse, operative Umsetzung? Nicht auf Buzzwords reinfallen.
🧩 Muss vs. Kann trennen Nicht jede Anforderung ist ein K.-o.-Kriterium. Oft reichen 70 bis 80 Prozent Passung, wenn der Kern stimmt.
📌 Schlüsselbegriffe markieren Die wichtigsten Begriffe aus der Anzeige sollten sich sinnvoll in deiner Bewerbung wiederfinden – ohne Keyword-Stuffing.
🏢 Unternehmen einordnen Mittelstand, Konzern, Start-up oder öffentlicher Bereich: Ton, Tempo und Erwartung unterscheiden sich massiv.
📈 Erfolgskriterien ableiten Woran wird Erfolg in dieser Rolle gemessen? Umsatz, Struktur, Qualität, Teamführung, Projektgeschwindigkeit?
🚦Red Flags erkennen Vage Aufgaben, unrealistische Anforderungsprofile oder übertriebene Selbstinszenierung des Arbeitgebers sind Warnsignale.
Praxisregel Bewirb dich nicht einfach auf eine Anzeige. Bewirb dich auf ein Problem, das du für dieses Unternehmen lösen kannst.
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Bevor du schreibst: Deine Bewerbungsstrategie muss klar sein

Viele Bewerbungen wirken unfertig, weil die Positionierung unscharf ist. Mal klingt der Kandidat nach Generalist, mal nach Spezialist, mal nach Führung, mal nach operativer Fachkraft. Das sorgt für Reibung. Personalentscheider mögen keine Rätsel. Sie wollen schnell verstehen, wofür du stehst.

Eine gute Bewerbung beginnt daher mit drei klaren Antworten: Welche Rolle suchst du konkret? Welchen Wert bringst du mit? Und wie lässt sich dein bisheriger Weg logisch in diese Richtung erzählen? Diese drei Antworten sind das Fundament für Lebenslauf, Anschreiben und später auch das Gespräch.

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Zielrolle definieren Formuliere in einem Satz, auf welche Art Position du dich bewirbst. Nicht zehn Optionen gleichzeitig.
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Mehrwert benennen Welche Ergebnisse, Stärken oder Erfahrungen machen dich relevant? Nicht allgemein, sondern konkret.
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Brüche erklären Wechsel, Lücken oder Richtungsänderungen brauchen eine ruhige, nachvollziehbare Logik.
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Erzählachse festlegen Deine Bewerbung braucht einen roten Faden. Sonst sieht dein Profil nach Zufall statt nach Entwicklung aus.
„Eine Bewerbung überzeugt nicht dadurch, dass sie alles zeigt, sondern dadurch, dass sie das Richtige glasklar zeigt.“ — Karriere-Praxisregel
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Der Lebenslauf: Das wichtigste Dokument deiner Bewerbung

Der Lebenslauf entscheidet in sehr vielen Fällen, ob überhaupt weitergelesen wird. Er ist nicht bloß eine Liste deiner Stationen, sondern die komprimierte Begründung deiner Eignung. Genau deshalb muss er extrem klar, sauber strukturiert und relevant aufgebaut sein.

Ein guter Lebenslauf ist schnell erfassbar. Er zeigt auf den ersten Blick: Wer ist diese Person? Was hat sie gemacht? Was passt davon genau zur offenen Stelle? Er reduziert Reibung und erhöht Vertrauen. Ein schlechter Lebenslauf zwingt den Leser zum Interpretieren – und das ist fast immer ein Nachteil.

Was in einen starken Lebenslauf gehört

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Klare Kontaktdaten Name, Telefonnummer, seriöse E-Mail-Adresse, Wohnort. Optional LinkedIn oder Xing, wenn das Profil gepflegt ist.
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Präzise Berufsüberschrift Eine saubere Headline kann sofort Orientierung geben, etwa „Projektmanager mit Schwerpunkt Prozessoptimierung“ oder „Vertriebsprofi im B2B-Mittelstand“.
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Berufserfahrung in umgekehrt chronologischer Reihenfolge Neueste Station zuerst. Pro Position: Zeitraum, Unternehmen, Rolle und die wichtigsten Leistungen.
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Aufgaben plus Wirkung Nicht nur „zuständig für“, sondern was du konkret verbessert, erreicht, aufgebaut oder verantwortet hast.
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Ausbildung und relevante Weiterbildung Klar, schlank und passend. Nicht alles aufblasen, sondern Relevantes sauber darstellen.
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Kenntnisse mit Augenmaß Sprachen, Software, Tools, Methoden – aber nur das, was wirklich stimmt und im Zweifel im Gespräch standhält.
Wichtiger Unterschied Viele Lebensläufe beschreiben Aktivität. Gute Lebensläufe beschreiben Wirkung. Aktivität liest sich nach Fleiß. Wirkung liest sich nach Wert.

So formulierst du Berufserfahrung besser

Schwach klingt zum Beispiel: „Verantwortlich für Kundenbetreuung und Angebotserstellung.“ Das ist nicht falsch, aber blass. Stärker wäre: „Betreuung von rund 80 Bestandskunden im B2B-Bereich, Erstellung individueller Angebote und Unterstützung bei der Senkung der Bearbeitungszeit im Vertrieb.“ Noch besser wird es, wenn du Ergebnisse andeutest: „Betreuung von rund 80 Bestandskunden im B2B-Bereich, Optimierung der Angebotserstellung und Beitrag zur schnelleren Bearbeitung im Vertriebsprozess.“

Nicht überall gibt es harte Kennzahlen. Das ist kein Problem. Auch qualitative Wirkung kann stark formuliert werden: Prozesse stabilisiert, Übergaben verbessert, Team entlastet, Reklamationen reduziert, Strukturen eingeführt, Einarbeitung begleitet, Abläufe standardisiert.

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Das Anschreiben: Wann es hilft – und wie es nicht nach Standardtext klingt

Das Anschreiben ist tot – hört man oft. In der Praxis stimmt das nur halb. In manchen Rollen wird es kaum beachtet, in anderen ist es weiterhin wichtig. Vor allem dann, wenn du einen Wechsel begründen musst, nicht der klassische Kandidat bist oder deine Motivation eine echte Rolle spielt.

Das Problem ist nicht das Anschreiben an sich, sondern die Art, wie es meistens geschrieben wird: zu lang, zu steif, zu viel „hiermit bewerbe ich mich“ und zu wenig Substanz. Ein gutes Anschreiben wiederholt den Lebenslauf nicht, sondern liefert Einordnung.

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Klarer Einstieg Kein Floskelstart. Lieber direkt sagen, auf welche Rolle du dich bewirbst und warum du relevant bist.
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Relevanz statt Romantik Nicht seitenlang erklären, warum du die Branche schon als Kind geliebt hast. Zeig lieber, was du beitragen kannst.
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Wechsel plausibel erklären Ein Branchenwechsel, Aufstieg oder Neuanfang darf vorkommen – aber logisch und selbstbewusst erzählt.
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Sauberer Abschluss Kurz, professionell, ohne Unterwürfigkeit. Einladung zum Gespräch, kein Betteln um eine Chance.
Faustregel fürs Anschreiben Ein gutes Anschreiben erklärt Passung. Ein schlechtes Anschreiben erklärt Gefühle.

Was du im Anschreiben vermeiden solltest

✅ Besser so

  • konkret auf Rolle und Nutzen eingehen
  • ruhig und professionell schreiben
  • klare Argumente statt Worthülsen nutzen
  • Motivation mit Realität verbinden
  • maximal eine Seite, sauber strukturiert

❌ Lieber nicht

  • „hiermit bewerbe ich mich…“ als Standardstart
  • übertriebenes Lob für das Unternehmen
  • zu private Lebensgeschichte
  • copy-paste-Text ohne Bezug zur Stelle
  • zu viele Adjektive und zu wenig Inhalt
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Der Bewerbungs-Ablauf: So gehst du strukturiert und professionell vor

Gute Bewerbungen entstehen selten spontan zwischen Tür und Angel. Sie folgen einem klaren Ablauf, der Aufwand reduziert und die Trefferquote erhöht. Wer jedes Mal bei null anfängt, verliert unnötig Zeit und produziert inkonsistente Unterlagen.

Schritt 1

Stellenanzeige analysieren

  • Wichtigste Anforderungen markieren
  • Kernaufgabe und Erwartung der Rolle ableiten
  • Risiken oder Passungsprobleme ehrlich prüfen
Schritt 2

Lebenslauf zuschneiden

  • relevante Stationen und Leistungen stärker gewichten
  • unwichtige Punkte kürzen
  • Begriffe aus der Stelle sinnvoll aufnehmen
Schritt 3

Anschreiben gezielt formulieren

  • Passung erklären, nicht alles wiederholen
  • Motivation knapp und glaubwürdig begründen
  • Wechsel oder Besonderheiten aktiv einordnen
Schritt 4

Unterlagen final prüfen

  • Dateinamen sauber benennen
  • Formatierung, Rechtschreibung und Lesbarkeit kontrollieren
  • alle Anlagen vollständig und in richtiger Reihenfolge zusammenstellen
Schritt 5

Sauber absenden

  • seriöse E-Mail oder Bewerbungsportal korrekt nutzen
  • Betreff eindeutig halten
  • keine unvollständigen oder hektisch versendeten Unterlagen abschicken
Schritt 6

Gespräch vorbereiten

  • Rolle, Unternehmen und eigene Argumente wiederholen
  • kritische Rückfragen antizipieren
  • eigene Fragen vorbereiten
Entscheidender Vorteil Wer einen wiederholbaren Bewerbungsprozess hat, bewirbt sich schneller, besser und mit deutlich weniger Reibung.
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Unterlagen, Anlagen, Dateinamen: Die kleinen Dinge, die Professionalität zeigen

Viele Bewerbungen verlieren unnötig Punkte bei Dingen, die leicht vermeidbar wären: kryptische Dateinamen, unsaubere PDFs, wechselnde Schriftbilder, abgeschnittene Scans, uneinheitliche Daten oder peinliche Tippfehler. Das wirkt nicht wie eine Kleinigkeit. Es wirkt wie ein Signal über Arbeitsweise.

📄 PDF statt Dateichaos Unterlagen möglichst sauber in einem PDF oder klar strukturiert in wenigen PDFs bündeln.
🗂️ Seriöse Dateinamen Zum Beispiel: Matthias_Muster_Lebenslauf.pdf oder Matthias_Muster_Bewerbung_Vertrieb.pdf.
✍️ Rechtschreibung prüfen Fehler in Firmenname, Ansprechpartner oder Betreff sind besonders teuer und wirken nach Massenbewerbung.
📎 Nur Relevantes anhängen Nicht jeden alten Nachweis mitschicken. Relevanz schlägt Vollständigkeitswahn.
🧾 Zeugnisse mit Augenmaß Wichtige Arbeitszeugnisse und Abschlüsse ja, aber nicht den halben Aktenschrank digitalisieren.
📬 E-Mail professionell halten Der Text in der Begleitmail sollte kurz, freundlich und klar sein – keine zweite Romanfassung des Anschreibens.
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Das Vorstellungsgespräch: Die Bewerbung muss hier logisch weiterlaufen

Die Bewerbung holt dir das Gespräch. Im Gespräch musst du beweisen, dass die Geschichte deiner Unterlagen trägt. Genau hier passiert oft der nächste Fehler: Die Bewerbung wirkt fokussiert, der Kandidat im Gespräch aber diffus. Oder umgekehrt: Im Gespräch tauchen Punkte auf, die in den Unterlagen gar nicht sauber vorbereitet wurden.

Gute Vorbereitung bedeutet nicht, Antworten auswendig zu lernen, sondern die eigene Linie glasklar zu beherrschen. Du solltest deine Wechselgründe, wichtigsten Erfolge, Schwächen, Lücken, Motivation und Zielrichtung so gut sortiert haben, dass du darüber ruhig und ohne Verkrampfung sprechen kannst.

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Eigene Story beherrschen Warum diese Rolle? Warum dieser Zeitpunkt? Warum du? Das muss stimmig und knapp sitzen.
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Erfolge konkret erzählen Beispiele mit Ausgangslage, Handlung und Ergebnis wirken viel stärker als abstrakte Selbsteinschätzungen.
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Kritische Punkte aktiv vorbereiten Lücken, Wechsel, Gehaltsfrage, Kündigung, fehlende Branchenkenntnis – nichts davon sollte dich überraschen.
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Eigene Fragen mitbringen Wer gute Fragen stellt, zeigt Reife, Interesse und Urteilsfähigkeit. Wer keine hat, wirkt passiv.
Wichtiger Gedanke Im Gespräch musst du nicht perfekt sein. Aber du solltest klar, glaubwürdig und anschlussfähig wirken.
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Die 8 häufigsten Fehler bei Bewerbungen

Viele dieser Fehler passieren nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Unsicherheit. Gerade deshalb lohnt es sich, sie einmal klar auf dem Tisch zu haben.

❌ Fehler 1: Standardbewerbung für alle Stellen Wer jede Rolle gleich anspricht, wirkt bequem statt passend. Ein paar gezielte Anpassungen machen oft den Unterschied.
❌ Fehler 2: Aufgaben statt Ergebnisse „Ich war zuständig für…“ ist zu wenig. Entscheidend ist, was du bewirkt hast.
❌ Fehler 3: Zu viel Text, zu wenig Klarheit Überladene Unterlagen ermüden. Klarheit schlägt Detailfülle.
❌ Fehler 4: Unsaubere Wechselgeschichte Brüche oder Richtungswechsel sind nicht schlimm – solange du sie logisch einordnen kannst.
❌ Fehler 5: Floskeln im Anschreiben Austauschbare Sätze signalisieren geringe Mühe und wenig echte Passung.
❌ Fehler 6: Rechtschreib- oder Namensfehler Fehler beim Firmennamen oder Ansprechpartner zerstören in Sekunden Vertrauen.
❌ Fehler 7: Schwache Gesprächsvorbereitung Gute Unterlagen nützen wenig, wenn du im Interview unsicher, unklar oder widersprüchlich wirkst.
❌ Fehler 8: Kein Nachfassen und keine Struktur Wer den Überblick über Bewerbungen verliert, verschenkt Professionalität und Momentum.
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Sonderfälle: Wenn deine Bewerbung nicht dem Standardweg folgt

Nicht jede Bewerbung ist geradlinig. Manchmal gibt es Lücken, einen Quereinstieg, einen Branchenwechsel, eine längere Selbstständigkeit oder eine Station, die nicht gut geendet hat. Entscheidend ist nicht, dass dein Werdegang makellos aussieht. Entscheidend ist, dass er plausibel und souverän erklärt wird.

Wenn du Quereinsteiger bist Betone übertragbare Kompetenzen: Kommunikation, Prozessverständnis, Kundenkontakt, Projektsteuerung, Verantwortung. Der neue Job muss eine logische Entwicklung sein, kein Sprung ins Leere.
Wenn du Lücken im Lebenslauf hast Verstecken bringt selten etwas. Besser kurz und ruhig einordnen: Neuorientierung, Weiterbildung, familiäre Phase oder gesundheitliche Auszeit – sachlich, nicht dramatisch.
Wenn du oft gewechselt hast Dann braucht dein Profil umso mehr einen roten Faden. Zeige Entwicklung, nicht Sprunghaftigkeit.
Wenn du dich unter Wert verkauft hast Dann muss dein Lebenslauf stärker auf Leistung und Verantwortung fokussieren. Viele gute Leute schreiben sich kleiner, als sie sind.
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Nachfassen, Timing, Geduld: So wirkst du professionell statt nervös

Nach dem Absenden beginnt für viele der unruhigste Teil: Warten. Hier verfallen manche in Passivität, andere in hektisches Nachtelefonieren. Beides ist selten ideal. Gute Bewerber haben auch in dieser Phase einen klaren Stil.

Nach Versand

Ruhe bewahren und sauber dokumentieren

  • Datum der Bewerbung notieren
  • Unternehmen, Rolle und Ansprechpartner festhalten
  • Fristen oder Rückmeldungen dokumentieren
Nach 7–14 Tagen

Höflich nachfassen

  • kurze, freundliche Nachfrage reicht
  • kein Druck, keine passiv-aggressive Formulierung
  • Interesse bekräftigen, aber professionell bleiben
Bei Absage

Souverän reagieren

  • nicht rechtfertigen oder diskutieren
  • wenn passend, höflich um kurzes Feedback bitten
  • Kontakte sauber halten – besonders bei interessanten Unternehmen
Professioneller Eindruck Wie du mit Warten, Absagen und Unsicherheit umgehst, sagt oft genauso viel über dich aus wie deine Unterlagen.
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Häufige Fragen zur Bewerbung

„Muss ich ein Foto in die Bewerbung packen?“

Pflicht ist es nicht. In vielen Bereichen ist ein professionelles Foto weiterhin üblich, in anderen spielt es kaum noch eine Rolle. Wenn du eines nutzt, dann nur ein hochwertiges und seriöses. Kein Automatenfoto, kein Freizeitbild, kein merkwürdig stark bearbeitetes Porträt.

„Wie lang darf mein Lebenslauf sein?“

Das hängt von deiner Erfahrung ab. Bei Berufseinsteigern reicht oft eine Seite, bei mehr Erfahrung sind zwei Seiten absolut normal. Entscheidend ist nicht die Seitenzahl, sondern dass Relevanz und Lesbarkeit stimmen.

„Soll ich jede Station aufführen?“

Grundsätzlich sollte dein Werdegang nachvollziehbar sein. Aber nicht jede Kleinigkeit braucht dieselbe Tiefe. Ältere oder weniger relevante Stationen können knapper dargestellt werden als aktuelle Kernrollen.

„Wie ehrlich muss ich bei Schwächen sein?“

Ehrlich, aber klug. Du musst dich nicht künstlich kleinreden. Gute Antworten zeigen Selbstwahrnehmung und Entwicklung, nicht Selbstzerlegung.

„Was sage ich, wenn ich gekündigt wurde?“

Kurz, sachlich, ohne Drama. Entscheidend ist, was du daraus gemacht hast und warum du heute trotzdem oder gerade deshalb ein guter Kandidat bist. Rechtfertigungsschleifen wirken schlechter als ruhige Einordnung.

„Wie wichtig ist das Anschreiben wirklich?“

Unterschiedlich. In manchen Prozessen wenig, in anderen deutlich. Aber wenn du eines einreichst, sollte es relevant sein. Halbherzige Standardtexte sind schlechter als ein gutes, knappes Anschreiben mit echter Passung.

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Fazit: Richtig bewerben heißt, verständlich relevant zu sein

Eine starke Bewerbung ist keine Kunstshow und kein Schönheitswettbewerb. Sie ist eine strategische Verdichtung deiner Erfahrung auf die Frage: Warum passt diese Person zu genau dieser Rolle?

Wer sich richtig bewirbt, macht drei Dinge gut: Er wählt passende Stellen bewusst aus. Er übersetzt die eigene Erfahrung klar in Nutzen. Und er bleibt in Unterlagen wie im Gespräch konsistent, professionell und glaubwürdig.

Genau darum geht es. Nicht darum, möglichst geschniegelt zu klingen. Sondern darum, so klar zu sein, dass andere deine Eignung schnell erkennen können. Wenn du das schaffst, steigerst du nicht nur deine Chancen auf Einladungen, sondern auch die Qualität der Gespräche und die Wahrscheinlichkeit, am Ende bei einer Rolle zu landen, die wirklich zu dir passt.

Merksatz zum Mitnehmen Deine Bewerbung muss nicht perfekt sein. Aber sie muss klar, glaubwürdig und relevant sein. Genau das öffnet Türen.

Nächster Schritt: Bewerbung schärfen statt auf Glück hoffen

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